Wettrennen um New Yorks ersten regulierten Bitcoinexchange

Die New Yorker High-Tech Börse NASDAQ und Bitcoin Venture Capitalist Mark Andreessen haben momentan dieselbe Idee : Geld aus der Kryptowährung Bitcoin an der Börse rausschlagen. Andreessen mit einem eigenen New Yorker Exchange, NASDAQ mit einem Listing von Bitcoin.

Wer wird zuerst seinen Fuß in die Tür bekommen? Die New York Post beschreibt es als ein Duell zwischen “David und Goliath” – und wie wir aus dieser alten Legende gelernt haben ist es nicht immer der Größere, der gewinnt.

Bitcoin an die Börse

Doch wieso gerade jetzt? Laut internen Quellen feilt das New Yorker Department of Financial Services ( DFS ) gerade an neuen Regelungen für Bitcoin, welche Anfang Juli erwartet werden. Diese Neuigkeit hat sowohl die internen Organe bei NASDAQ als auch Mark Andreessen, Mitgründer von Netscape und wohlbekannter Investor in Bitcoinstartups, hellhörig werden lassen.

Die Regelungen des DFS fokussieren sich laut einer der Quellen auf Cybersecurity, Lizensierung und Verbraucherschutzanforderungen. Diese Regelungen sollen nicht endgültig sein, allerdings sind sie laut First Superintendent des New Yorker DFS Benjamin Lawsky nach dem Mt.Gox Fiasko allemale notwendig.

Andreessen erkundigte sich bereits beim DFS über die neuen Regelungen und fragte schonmal nach, was es denn alles für einen Exchange bräuchte. Mit seiner Firma Andreessen Horowitz finanzierte er bereits Projekte wie Skype in 2009 oder Twitter in 2011. Als die Firma im Februar 2011 80 Millionen Dollar in Twitter investierte wurde sie damit die erste Startkapitalfirma mit Börsenanteilen an den 4 höchstwertigen privaten Social Media Konzernen FacebookGrouponTwitter und Zynga.

Auch bei NASDAQ wird momentan angeblich eifrig diskutiert, wie man aus der wachsenden Beliebtheit von Bitcoin Gewinn erzielen könnte. Und es ist auch nicht der erste Kontakt mit Bitcoin für den Exchange. Der Bitcoin Indexfonds ( ETF ) der Winkelvoss Zwillinge soll in naher beim NASDAQ als erster öffentlich gehandelter Bitcoin ETF gelistet werden.

Wer wird sich behaupten können ?

Laut Experten würde eine Präsenz des Bitcoin auf dem NASDAQ Index einige Wellen schlagen. New Yorker Staatsanwalt Marco Santori mit einem Sitz im Regulatory Affairs Committee der Bitcoin Foundation zur New York Post :

“Es würde einen ungeheuren Wettbewerb für diese Startups darstellen. Diese Regulierungen sind wie ein Burggraben, der etablierte Betreiber schützt – beinahe immer.”

Wer in den USA ein Geschäft um Bitcoin errichten möchte, muss laut Finanzministerium dem Bank Secrecy Act of 1970 ( BSA ) folge leisten. Darin steht, dass finanzielle Institutionen strikte Dokumentation über ihre Transaktionen führen, verdächtige Aktivitäten melden und gegen Geldwäsche vorgehen müssen. Diese Aufgaben bedeuten auch mehr Arbeitskräfte – ein Faktor, in dem die zahlreichen Bitcoinstartups dem alteingesessenen NASDAQ Hasen sicherlich unterlegen sein werden.

NASDAQ Offizielle gehen davon aus, dass der Exchange voraussichtlich innerhalb eines Jahres eine regulierte Plattform für Bitcoin Käufer und Verkäufer zur Verfügung stellen kann.

 

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